12.–21. März 2027
Ein Musical von Regina Leitner & Jochen Flach nach der Birsteiner Sage.
ÜBER DAS STÜCK
Im Wald vor Birstein
lebt eine Frau.
Vier Kinder, aber kein Name, den das Dorf kennen würde. Sie heilt mit Kräutern und lebt von dem, was der Wald hergibt. Mit ihren Kindern bestreitet Sie ihr Leben im Einklang mit der Natur. Das Dorf weiß von ihr nur das, was man sich abends in der Wirtschaft erzählt.
Und das reicht, um sie zu fürchten.
Dann zerreisst ein Schuss die Stille des Waldes.
Die Kugel war für einen Hirsch bestimmt, trifft aber den Jäger Jakob selbst. Drei Wochen wird er im Wald bleiben. Drei Wochen, in denen er lernt, wie es sich anfühlt, nichts beweisen zu müssen.
Und das reicht, um sich zu verlieben.
Er ist nicht mehr der, der er einst war.
Er lächelt zu viel, spricht zu wenig und gibt schlussendlich sein Jagdgewehr ab. Woran er einst Spaß hatte irritiert ihn. Er müsse sich erklären – doch für seine Familie, seine Freunde und die versammelte Dorfgemeinschaft ist die Sache absolut klar:
Er muss verhext worden sein.
Aus Getuschel wird eine Geschichte, die spaltet.
Der Pastor sorgt sich um die Seelen, der Doktor um seinen Ruf, Jakobs Mutter um ihren Sohn und um Sabine, die seit Jahren auf ihn wartet. Jeder hat einen guten Grund. Und auch wenn die Gründe unterschiedlich sind, in einer Sache sind sich alle einig, zum Wohle aller:
Das Weib im Wald muss weg.
Irgendwann ist nichts mehr zurückzunehmen.
Zum ersten Mal seit Jahren verlässt das Wilde Weib den Wald und geht zu denen, die längst über sie entschieden haben. Und dort geht es um mehr als die Frage, ob eine Frau anders leben darf. All das wird auch vor den Fürsten gebracht.
Wie sie diese Anhörung übersteht,
erzählt man sich in Birstein bis heute.
FREIHEIT
Das wilde Weib
MÜNDIGKEIT
Jäger Jakob
VORURTEIL
Sabine
Erzählt mit 20+ brandneuen Songs.
Die Musik
Ob in globalen Trailer-Kampagnen für Blockbuster wie James Bond, Die Tribute von Panem und Captain America, in Hollywood-Soundtracks, in täglichen TV-Produktionen weltweit oder in bekannten Games wie Anno, Die Siedler, Harry Potter und Company of Heroes: Jochen Flach ist ein international gefragter Medienkomponist. Gleichzeitig ist er Mitinitiator der Birsteiner Festspiele und von Beginn an ihr musikalisches Herz: Seit der allerersten Produktion im Jahr 2008 stammt die gesamte Musik aller Inszenierungen ausnahmslos aus seiner Feder.
Für Das Wilde Weib– Das Musical ist alles neu entstanden. Kein Ton stammt aus der Fassung von 2008. Was daraus wurde, reicht vom leisen Naturlied bis zum posaunengetragenen Männerchor, der die Wände wackeln lässt: bitterböse Dorfsatire, eine Gruselballade über den Wald, ein Duett, das zwei Menschen auseinanderreißt und ein Streitlied, bei dem sich ein ganzes Dorf in zwei Lager spaltet.
Sie werden mit mindestens einem dieser Lieder im Ohr nach Hause gehen. Wir wissen nur noch nicht, mit welchem.
››Eine Sage aus dem Vogelsberg klingt nicht wie ein Musical aus dem Katalog.
Sie klingt nach Wald, nach Wirtshaus und nach Menschen, die zu viel reden. Genau das musste die Musik können.‹‹– Jochen Flach
Der Wilde Grimm – Das Musical auf Spotify, Apple Music und anderen Streaming-Diensten erhältlich!
Der komplette Soundtrack zum Stück erscheint zur Premiere im März 2027 auf allen gängigen Streaming-Plattformen.
Die Sage und das
Dorf in dem sie spielt.
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Birstein liegt im Tal des Reichenbachs, dort wo der Vogelsberg nach Süden hin ausläuft. Über dem Ort steht das Renaissanceschloss der Fürsten von Isenburg — auf einem erloschenen Vulkanschlot. Ringsum: Wald. Sehr viel Wald.
In diesem Wald liegt eine markante Felsformation aus Basalt, die auf kaum einer Wanderkarte anders heißt als „am Wilden Weibsbild". Wie mit bloßen Händen aus dem Grundstein geschlagen ragt diese ominöse Wand aus rechteckigen Basaltquadern aus dem überwachsenen Erdreich.
Ein Stück weiter sprudelt der Milchborn — jene Quelle, aus der nach altem Birsteiner Brauch die Kinder des Ortes kommen. Beides ist bis heute zu Fuß erreichbar. Beides steht in unserem Stück.
Und einmal im Jahr, beim Birsteiner Markt, rollt ein Festwagen durch den Ort. Auf ihm: das Wilde Weib. Seit Jahrzehnten. Kaum jemand fragt noch, warum.
Wir haben nachgefragt.
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Die überlieferte Fassung ist kurz, und sie ist gut:
Vor langer Zeit erscheint in der Gegend von Birstein eine fremde Frau. Sie bittet den Herrn des Landes um ein Stück Boden — nicht mehr, als sie mit einer einzigen Kuhhaut bedecken kann. Eine bescheidene Bitte. Sie wird ihr gewährt.
Was danach geschieht, erzählt man sich in Birstein bis heute. Die Frau bekommt ihr Land. Sehr viel mehr davon, als der Herr des Landes gemeint hatte. Und sie bleibt — in jener Felsenburg im Wald, die seither das „Wilde Weibsbild" heißt.
Die Sage stammt vermutlich aus dem frühen Mittelalter. Sie ist nie aufgeschrieben worden, um jemanden zu belehren. Sie wurde weitergegeben, weil eine Frau darin klüger war als die Macht — und weil sie damit durchkam.
Für uns ist das keine Fußnote. 2008 war „Wildes Weib" das erste Stück der Birsteiner Festspiele. 2027 kehrt es zurück: neu geschrieben, neu komponiert, mit einer Hauptfigur, die diesmal nicht nur eine List hat, sondern vier Kinder, eine Vergangenheit und ein Dorf gegen sich.
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Wilde Weiber gibt es in Hessen an rund vierzig Orten. Fast immer sind es Felsgruppen, Grotten oder Höhlen. Im Kreis Gelnhausen liegen gleich zwei solcher „wilden Frauenhäuser" — eines davon taucht schon um 900 nach Christus als domus wildero wibo in einer Grenzbeschreibung auf. Der Glaube an sie ist also älter als die Kirchengebäude, in denen er später verboten wurde.
In den Erzählungen sind diese Frauen selten böse. Sie singen vor ihren Höhlen. Sie zeigen Schäfern, welches Kraut ein krankes Tier rettet. Sie backen Brot, sie schenken Bräuten Flachs, der zu Gold wird — und sie holen sich Kinder, um die sich niemand kümmert.
Dann kam das siebzehnte Jahrhundert.
In der benachbarten Grafschaft Büdingen wurden zwischen 1532 und 1699 rund 485 Menschen der Hexerei angeklagt. Über 400 von ihnen wurden hingerichtet — die weit überwiegende Mehrheit Frauen. Allein im Jahr 1633 starben in Büdingen 64 Menschen auf dem Scheiterhaufen, im Jahr darauf 50. Die Stadt zählte damals knapp 500 Erwachsene. In Gelnhausen erinnert eine Tafel am Hexenturm an 31 namentlich bekannte Opfer.
In den Akten steht, wovon die Angeklagten redeten: von Salben. Von Kräutern. Vom Zubereiten von Medizin.
Unsere Hauptfigur heilt eine Schusswunde mit Ringelblume, Kamille und Beinwell. Ihre Tochter kennt jedes Kraut im Wald. Ein Dorf hält das für Zauberei.
Das ist der Grund, warum wir dieses Stück nicht als Märchen erzählen.
Das Ensemble der 8. Birsteiner Festspiele
Alexander Müßig
Geboren 1996 in Wiesbaden, lebt er seit seiner Kindheit bei Mainz, wo er 2019 bis 2022 seine Schauspielausbildung an der Schauspielschule Mainz absolvierte. Als Gast spielte er unter anderem am Chawwerusch Theater Herxheim und war am Staatstheater Wiesbaden als Ensemblemitglied des Jungen Staatsmusicals in Blues Brothers, Fame, Jugend ohne Gott (Regie: Iris Limbarth) zu sehen. Am Staatstheater Mainz stand er in Der Mann ohne Vergangenheit und Der Kleine Vampir auf der Bühne, dazu kommen verschiedene Kurzfilmprojekte.
Von 2022 bis 2024 war als er festes Mitglied im Emble des Landestheater Eisenach. Zuletzt war er beispielsweise in der Produktion “Fack Ju Göhte” am Staatstheater Wiesbaden zu sehen.
JÄGER JAKOBRegina Leitner
Regina Leitner, geboren 1977 in Linz absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Anton Bruckner Universität Linz und schloss 1999 die Diplomprüfung mit Auszeichnung ab. Es folgte eine einjährige Musical-Welttournee durch die USA und Europa. Erste Theatererfahrung hinter den Kulissen sammelte sie bereits mit 17 Jahren als Regieassistentin am Theater Phönix Linz.
Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin, unter anderem 9 Jahre im Ensemble am Hessischen Landestheater Marburg, gibt sie seit vielen Jahren Schauspielunterricht, leitete diverse Theater- und Musical Ag’s und führt Regie im In- und Ausland. Seit 15 Jahren ist sie im deutschsprachigen Raum mit ihren Musik-Kabaretts unterwegs. Obendrein ist sie auch Autorin, Bewegungstherapeutin, Naturcoach und Erlebnispädagogin.
Bei den Birsteiner Festspielen führt sie Regie bei „Das wilde Weib – Das Musical“, schrieb die Stückfassung und steht zugleich in der Titelrolle auf der Bühne.
DAS WILDE WEIBElina Beer
Elina Beer, geboren 1991 ist studierte Sport- und Gesundheitstrainerin. Sie arbeitet neben ihrer kreativen Betätigung im Management eines großen Gastronomiehofguts im Raum Fulda.
Elina war bereits 2016/2017 in “Der Wilde Grimm – Das Musical” in der Rolle der Zofe Gräfin Augustes, einer zentralen Solo-Nebenrolle, auf der Bühne der Birsteiner Festspiele zu sehen.
SABINEJenna Sauer
Jenna Sauer wurde 1999 geboren und ist ein kreativer und musikbegeisterter Mensch, der es liebt, auf der Bühne zu stehen. Seit 2025 ist sie vorsitzende der “The Vocaladies”, einem Chor und Gesangsverein aus Wolf bei Büdingen, in dem sie sowohl den Frauenchor, als auch die Kinderchöre betreut.
ANNA-

Beate Moritz-Mayer
MARIA
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Leon Roskoni
HORST
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Erik von Buttlar
ANTON
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Leandra Walther
LILLY
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Eliana Dankiewitsch
LISE
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Chase Reynolds
SEBASTIAN
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Cory Elbrechter
PASTOR
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Ida Ewerth
LUNA
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Leroy Brenkmann
ANTON
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Joachim Weichert
FRITZ
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Jörg Karnelka
JOHANNES
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Kaja Hofmann
LISE
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Bernd Moritz
DOKTOR / MATTHIAS
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Karl Lingenfelder
DOKTOR / MATTHIAS
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Nora Ludwig
LUNA
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TBA
FÜRST VON ISENBURG
NUR FÜR KURZE ZEIT
Früher gab es zum Birsteiner Markt Kerbgeld. Heute wird gespart: Bis zum Sonntag, den 13. September gibt es Tickets zu allen Vorstellungen der 8. Birsteiner Festspiele zum günstigen Marktpreis. Nach dem 13. September steigen die Tickets auf den regulären Preis. Der Rabatt ist zeitlich begrenzt und mit anderen Rabatten (wie z.B. dem Rabatt für Halter der EhrenamtsCard Hessen) und Ermäßigungen kombinierbar.
Tickets bis zum 13. September zum Marktpreis sichern!
Hinter der Bühne
Regina Leitner
Regie & Buch
Jochen Flach
Musik & Komposition
Leon Roskoni
Intendanz
Julia Bachmann
Bühne & Kostüm
Britta Schäfer-Clarke
Choreographie
©2026 BIRSTEINER FESTSPIELE · WILDE KULTUR BIRSTEIN E.V.
GARTENSTRASSE 1 · 63633 BIRSTEIN
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