Hessischer Kulturminister ist Schirmherr

Die Birsteiner Festspiele freuen sich über eine besondere Würdigung:
Der Hessische Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Timon Gremmels, übernimmt die Schirmherrschaft für die 8. Birsteiner Festspiele 2027.

© Niklas Wefers · Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

Mit der Übernahme der Schirmherrschaft erfährt das kulturelle Engagement in Birstein eine bedeutende Anerkennung auf Landesebene. Die Festspiele stehen seit Jahren für künstlerischen Anspruch, regionale Verbundenheit und die Überzeugung, dass anspruchsvolle Kultur auch außerhalb der großen Metropolen ihren festen Platz hat. Dass mit Timon Gremmels ausgerechnet der für Kunst und Kultur zuständige Minister des Landes Hessen dieses Vorhaben begleitet, ist deshalb ein starkes Signal für die Bedeutung der freien Kulturarbeit im ländlichen Raum.

Die 8. Birsteiner Festspiele werden 2027 an die kulturelle Entwicklung der vergangenen Jahre anknüpfen und erneut einen Ort schaffen, an dem professionelle künstlerische Arbeit, gesellschaftliche Relevanz und regionale Identität aufeinandertreffen. Die Schirmherrschaft durch Staatsminister Timon Gremmels unterstreicht diesen Anspruch und verleiht dem Projekt zusätzliche Strahlkraft.

„Dass Timon Gremmels die Schirmherrschaft für die 8. Birsteiner Festspiele übernimmt, ist für uns eine große Ehre und ein starkes Zeichen der Wertschätzung“, erklärt Leon Roskoni, Intendant der Birsteiner Festspiele. „Gerade für Kulturprojekte im ländlichen Raum ist es von großer Bedeutung, gesehen und ernst genommen zu werden. Diese Schirmherrschaft ist deshalb nicht nur Auszeichnung, sondern auch Ermutigung für alle unsere ehrenamtlichen Mitarbeitenden.“

Zur Person: Timon Gremmels

© Niklas Wefers · Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

Timon Gremmels, geboren am 4. Januar 1976 in Marburg, ist ein deutscher Politiker (SPD) und Politikwissenschaftler. Nach dem Abitur 1995 an der Herderschule in Kassel studierte er Politikwissenschaft mit den Nebenfächern Rechtswissenschaften sowie Friedens- und Konfliktforschung an der Philipps-Universität Marburg und schloss 2003 als Diplom-Politologe ab. Von 2003 bis 2007 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Europaabgeordneten Barbara Weiler, anschließend 2007/2008 Programmreferent des SPD-Landesverbands Hessen und der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik.

Seine politische Laufbahn begann kommunal: seit 2001 ist er Mitglied des Kreistags des Landkreises Kassel, von 2001 bis 2013 saß er zudem in der Gemeindevertretung Niestetal. Von 2009 bis 2017 gehörte er dem Hessischen Landtag an (Wahlkreis Kassel-Land II), unter anderem als stellvertretender Fraktionsvorsitzender und energiepolitischer Sprecher. Von Oktober 2017 bis Januar 2024 war er Mitglied des Deutschen Bundestages als Direktkandidat des Wahlkreises 168 Kassel, dort u. a. im Ausschuss für Klimaschutz und Energie sowie im Unterausschuss für Internationale Energie- und Klimapolitik. Innerparteilich war er stellvertretender Landesvorsitzender der Hessen-SPD, Bezirksvorsitzender der SPD Hessen-Nord und Vorsitzender der Landesgruppe der hessischen SPD-Bundestagsabgeordneten.

Am 19. Januar 2024 übernahm Gremmels die Amtsgeschäfte als Hessischer Staatsminister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur im Kabinett Rhein II und trat damit die Nachfolge von Angela Dorn an.

Kulturpolitische Schwerpunkte

In seiner Amtszeit setzt sich Gremmels besonders für Kultur im ländlichen Raum ein: Bei einem Austausch mit Kulturschaffenden in Weilburg erläuterte er Schwerpunkte der hessischen Kulturpolitik wie den Abbau bürokratischer Hürden für Vereine und ehrenamtlich getragene Projekte bei den Förderstrukturen – ein Thema, das auch für die Birsteiner Festspiele als ehrenamtlich getragenes Projekt direkt relevant ist. Zudem hat sich die SPD in der Landesregierung unter seiner Ägide dafür eingesetzt, dass die Musikschulen in Hessen spürbar mehr finanzielle Mittel erhalten.

In seiner Regierungserklärung im Juni 2026 betonte er, dass Kulturpolitik sich nicht in Leitbildern oder Programmen bewähre, sondern dort, wo Menschen tatsächlich Kunst und Kultur machen – in Musikschulen, Ateliers, auf Bühnen und in Bibliotheken, und hob hervor, dass Hessen im Kulturbereich – anders als vielerorts in Deutschland – nicht gekürzt habe. Grundsätzlich versteht er Kunst und Wissenschaft als Kernelemente der Demokratie, die Widersprüche auszuhalten, Kompromisse auszuhandeln und Konflikte zu lösen lehren.

Auch international ist er sichtbar: 2025 vertrat er die Kulturministerkonferenz der Länder als Mitglied der deutschen Delegation bei der UNESCO-Weltkulturkonferenz MONDIACULT in Barcelona, und er war Vorsitzender der Kulturministerkonferenz, unter anderem mit Fachtagungen zum Erhalt des kulturellen Erbes.


 
Leon Roskoni

Leon Roskoni ist erster Vorsitzender und Gründungsmitglied des Trägervereins Wilde Kultur Birstein e.V. und seit 2026 Intendant und Produktionsleiter der Birsteiner Festspiele. Er wirkte bei jeden Birsteiner Festspielen seit deren Schöpfung im Jahr 2008 auf der Bühne mit, seit 2015 auch in der Produktion. Im rahmen der Birsteiner Festspiele 2020 (abgesagt) war er Leiter des Marketingressorts.

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