Musical Moments" begeistert das Publikum in Hanau

Gegen 19 Uhr füllte sich der Fronhof allmählich. Eine schweißtreibende Schwüle lag über der Stadt, der Himmel war wolkenverhangen. Die Zuschauer nahmen noch ein kühles Getränk, plauderten oder schlenderten umher. Man begrüßte sich mit einem freundlichen „Hallo“ und nippte entspannt an den Gläsern. „Habt ihr alle Kissen oder braucht noch jemand?“ oder „Soll ich euch noch was mitbringen?“ – das waren die meistgehörten Fragen vor der Vorstellung.

Ein leichter Wind fegte die Programmflyer von den Stühlen, doch Marc-Thorben Bühring sollte in seiner Anmoderation Recht behalten: „Ich guck' nach oben, das Wetter hält.“ Er begrüßte im Namen des HANAUER die Zuschauer und einen Teil des Musical Ensembles „Der wilde Grimm“ zum „Show Act“ im Fronhof. Und die wilden Birsteiner überzeugten das Publikum mit ihrer Darbietung voll und ganz. Als Background-Sänger trugen Akteure der Musikschule Musik Total aus Gelnhausen zum Gelingen bei.

Ein bunter Einstieg

Musikalisch sehr abwechslungsreich und kurzweilig gestaltete sich die erste Hälfte des Abends. Bekannte Ohrwürmer und weniger bekannte Melodien, Balladen wie „One Moment in Time“ und flotte Rhythmen kamen in guter Mischung zur Aufführung. Mit „Ich will nur malen“ oder „Wir sind alle Brüder“ boten die Musicaldarsteller eine Kostprobe aus ihrem aktuellen Programm der Birsteiner Festspiele.

Eine Premiere gab es an diesem Abend auch im Fronhof. AMY sang zum ersten Mal „Der Wind hält inne“ aus dem Musical Khao San Road, einer Wiener Produktion. Den krönenden Schluss der ersten Halbzeit bildeten Lieder des Autorenteams Michael Kunze und Sylvester Levay aus den deutschen Drama-Musicals wie „Mozart“, „Elisabeth“ und „Rebecca“.

Keine Langeweile in den Pausen

Die Darsteller sangen ihre Rollen nicht nur, sie interpretierten und spielten sie auf der Bühne. Deshalb wurde die Garderobe von Auftritt zu Auftritt gewechselt. Als „Zeitüberbrücker“ stand meist AMY auf der Bühne, die das Publikum charmant unterhielt. Sie verriet den Musicalfans Tipps, Tricks und Geheimnisse, wie man ein Star werden könne. Dies machte sie mit Witz und Ironie, oft im Streitgespräch mit den Ensemblemitgliedern Birgit Lemcke, Daliah Stingl und Markus Wollscheid.

So muss man etwa als angehender Musicalstar schon mal zwölf Stunden auf ein Casting warten, um dann zu hören, dass ein „kleiner, dicker rothaariger Mann gesucht werde. Die Rolle bekommt dann Birgit Lemke.“ Die Angesprochenen revanchierte sich für derartige Ansagen ebenbürtig.

Die Zwischenmoderationen und Kommentare der Darsteller lockerten die Stimmung zusehends auf, das Publikum ging mit. Es ließ sich – nach anfänglichem Zögern – auf die kleinen Sticheleien und Pointen ein. Das Lachen und der Applaus steigerten sich zusehends, bis die Zuschauer am Ende nichts mehr auf ihren Stühlen hielt.

Offenbacher Post

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Hauptdarstellerin auf den Spuren von Ludwig Emil Grimm

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Vorverkaufsstart der Festspiele 2017: Der Wilde Grimm ist zurück!